Port 25 blockiert? So sendet Ihr Server, NAS oder Onlineshop trotzdem E-Mails

Ist der ausgehende Port 25 blockiert durch Ihren Internetanbieter oder Cloud-Hoster, kann Ihr Server, NAS, Drucker oder Onlineshop keine E-Mails direkt zustellen. Die Lösung ist ein authentifiziertes SMTP-Relay auf Port 587 (STARTTLS): Ihr Gerät liefert die Mail mit Login und Passwort beim Relay ab, und das stellt sie weiter zu. Sie umgehen nichts; Sie verwenden einfach den Port, der dafür vorgesehen ist.

Unten lesen Sie, warum diese Blockade existiert, wie Sie sie erkennen und wie Sie in vier Schritten wieder senden. 2Mail liefert ein solches Relay aus Belgien; was der Dienst genau umfasst, steht am Ende.

Warum Provider und Hoster Port 25 blockieren

Port 25 ist der Port, über den Mailserver untereinander E-Mails austauschen, ohne Login. Genau deshalb ist er bei Spammern so beliebt: Ein infizierter PC oder ein gekaperter Server kann damit direkt Tausende Nachrichten in die Welt schicken.

Missbrauch durch Malware und Botnets

Die meisten Internetanbieter blockieren ausgehende Verbindungen auf Port 25 von Privat- und KMU-Anschlüssen, damit ein infiziertes Gerät in ihrem Netz keinen Spam senden kann. Das schützt die Reputation ihrer IP-Bereiche und damit auch die ihrer ehrlichen Kunden.

Belgische Internetanbieter

Bei belgischen Anbietern wie Proximus, Telenet, VOO und Orange ist diese Blockade auf den meisten Anschlüssen aktiv. Ob sie sich aufheben lässt, hängt von Anbieter und Tarif ab und ändert sich regelmäßig. Fragen Sie nach, aber verlassen Sie sich nicht darauf.

Cloud-Hoster und VPS-Anbieter

Auch wer einen virtuellen Server mietet, stößt oft darauf: Viele Cloud-Plattformen schließen Port 25 für neue Konten standardmäßig und verweisen auf ein Relay auf Port 587. Das ist keine Störung, das ist Richtlinie.

Die Blockade ist also kein Fehler Ihrer Software und kein Grund, den Anbieter zu wechseln. Sie ist aber ein guter Grund, das zu tun, was Mailclients seit Jahren tun: sich über Port 587 bei einem Versandserver anmelden.

So erkennen Sie, dass Port 25 der Übeltäter ist

Die Beschwerden ähneln sich, aber die Ursache liegt in der Netzwerkschicht, nicht in Ihrer Software. Diese Anzeichen deuten auf einen blockierten Port 25 hin.

! Ein Verbindungstest zu einem Mailserver auf Port 25 bleibt hängen und endet mit "connection timed out", während Port 587 antwortet.
! Das Protokoll Ihres Mailservers ist voll mit "deferred" oder "connection refused" zu jeder externen Domain, nicht zu einem bestimmten Empfänger.
! Ihr NAS oder Ihre Backup-Software meldet, dass die Benachrichtigungsmail nicht gesendet werden kann, obwohl die Einstellungen stimmen.
! Die Scan-to-E-Mail-Funktion Ihres Multifunktionsdruckers funktionierte am alten Standort und am neuen Internetanschluss nicht mehr.
! Ihr Onlineshop oder CRM zeigt keine Fehlermeldung, aber die Bestätigungsmails kommen nirgends an und die Warteschlange füllt sich still.

Die Lösung: ein authentifiziertes Relay auf Port 587

Statt selbst auf Port 25 beim empfangenden Server anzuklopfen, liefert Ihr Gerät die E-Mail bei einem Relay ab, bei dem es sich anmeldet. Dieses Relay steht in einem Netz, in dem Port 25 offen ist, hat eine gepflegte Reputation und stellt die Mail weiter zu.

Port 587 mit STARTTLS

Die empfohlene Wahl. Die Verbindung startet normal und wechselt sofort auf TLS, danach melden Sie sich mit Login und Passwort an. Praktisch jedes Gerät und jede Anwendung unterstützt das.

Ein eigener Login pro Gerät

Geben Sie Ihrem NAS, Ihrem Drucker und Ihrem Onlineshop jeweils einen eigenen SMTP-Login. Wird ein Gerät infiziert oder außer Betrieb genommen, ziehen Sie diesen einen Login zurück, ohne den Rest lahmzulegen.

Ihre eigene Absenderdomain

Das Relay sendet im Namen Ihrer Domain. Richten Sie deshalb SPF, DKIM und DMARC ein, damit der empfangende Server weiß, dass das Relay das darf. Sonst landet die Mail trotz offenem Port doch im Spam.

Wie funktioniert ein SMTP-Relay? SPF, DKIM und DMARC einrichten

Schritt für Schritt: von blockiert zu zugestellt

Ob Linux-Server, NAS, Multifunktionsdrucker oder Webanwendung: Die Schritte sind dieselben. Nur der Ort des Einstellungsmenüs unterscheidet sich.

1

Bestätigen Sie, dass Port 25 zu und Port 587 offen ist

Testen Sie vom Gerät oder aus dem Netz eine Verbindung zu einem Mailserver auf Port 25 und danach auf Port 587. Bleibt 25 hängen und antwortet 587, haben Sie die Ursache. Nutzen Sie die Netzwerktools Ihres Systems; auf einem NAS oder Drucker genügt die eingebaute Testfunktion.

2

Erstellen Sie einen SMTP-Login beim Relay

Registrieren Sie Ihre Versanddomain beim Relay und erstellen Sie pro Gerät oder Anwendung einen eigenen Login. Notieren Sie Servername, Port 587, STARTTLS, Benutzername und Passwort. Bei 2Mail tun Sie das im Dashboard.

3

Tragen Sie die Einstellungen auf Server, NAS, Drucker oder Webapp ein

Auf einem Mailserver richten Sie das Relay als "Smarthost" oder "Relayhost" ein. Auf einem NAS oder Multifunktionsdrucker wählen Sie im Benachrichtigungs- oder Scan-to-E-Mail-Menü SMTP mit Authentifizierung. In WordPress, Odoo oder einer Laravel-App tragen Sie dieselben Daten in den Mail-Einstellungen ein.

4

Richten Sie SPF und DKIM ein und senden Sie eine Testmail

Setzen Sie die DNS-Einträge, die das Dashboard Ihnen gibt, und senden Sie einen Test an eine Gmail- und eine Outlook-Adresse. Prüfen Sie in den Logs des Relays, dass die Mail als zugestellt steht. Ab dann überwacht das Relay die Zustellung für Sie.

Wie 2Mail das umsetzt

2Mail ist das Managed SMTP-Relay von JAAN bv, mit eigenen Servern in Belgien. Das bekommen Sie konkret.

SMTP mit STARTTLS auf Port 587, mit einem eigenen Login pro Gerät oder Anwendung, den Sie einzeln widerrufen können.
Funktioniert mit jedem SMTP-Client: Mailserver, NAS-Geräte, Multifunktionsdrucker, WordPress, WooCommerce, Odoo, PrestaShop, Magento, Microsoft 365 und Laravel.
SPF, DKIM und DMARC mit einem Klick aus dem Dashboard, Logging von Zustellungen, Bounces und Ablehnungen pro Domain.
Gepflegter IP-Pool mit automatischem Retry bei Greylisting und Throttling, 99,99 % Plattformverfügbarkeit und 24/7-Monitoring.
Verarbeitung und Speicherung innerhalb der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag auf Anfrage, Preis pro Volumenstufe und pro Domain ohne Einrichtungskosten.
Support auf Niederländisch, Französisch und Englisch unter +32 9 328 03 83, auch für die Einstellungen Ihres konkreten Geräts.
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Häufig gestellte Fragen zum blockierten Port 25

Port 25 ist der Port, über den Mailserver untereinander E-Mails ohne Login austauschen, und damit der bevorzugte Ausweg für Spam von infizierten Geräten. Die meisten Internetanbieter und viele Cloud-Hoster sperren den ausgehenden Port 25 daher standardmäßig. Das ist eine Richtlinie, keine Störung.
Testen Sie vom Gerät aus eine Verbindung zu einem Mailserver über Port 25 und danach über Port 587. Bleibt 25 bei "connection timed out" hängen, während 587 antwortet, ist der Port blockiert. Auch ein Protokoll voller "deferred" zu jeder externen Domain deutet darauf hin.
Bei manchen Anbietern und in manchen Tarifen geht das, bei vielen nicht, und die Richtlinien ändern sich regelmäßig. Fragen Sie nach, verlassen Sie sich aber nicht darauf: Ein authentifiziertes Relay über Port 587 funktioniert überall und zieht einfach mit um, wenn Sie den Anschluss wechseln.
Port 587 mit STARTTLS, den Standard für authentifizierten Versand. Sie melden sich mit einem Login und Passwort des Relays an.
Ja. Praktisch jedes NAS und jedes Multifunktionsgerät hat im Benachrichtigungs- oder Scan-to-E-Mail-Menü eine SMTP-Einstellung mit Authentifizierung. Tragen Sie dort den Servernamen des Relays, Port 587, STARTTLS und ein eigenes Login pro Gerät ein.
Ja: Das Relay versendet im Namen Ihrer Domain, also müssen SPF, DKIM und DMARC das erlauben. Bei 2Mail richten Sie diese Einträge mit einem Klick über das Dashboard ein. Ohne diesen Schritt geht die Mail zwar raus, landet aber öfter im Spam.
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